Pater spectaculorum - Augustus und die Spiele...

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Book Details

Author  Nina Dombrowsky
Publisher  GRIN Verlag
Publication Date   March 5, 2002
ISBN 
Pages  35

Description

Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,7, Humboldt-Universität zu Berlin (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Proseminar: Blut in der Arena - Die Spiele der römischen Kaiserzeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Alter von sechsundsiebzig Jahren starb Augustus am 19. August 14 n. Chr. in den Armen Livias einen friedlichen Tod. Zusammen mit seinem Testament wurde nach seinem Tod ein von ihm selber verfasster Taten- und Leistungsbericht veröffentlicht, der nach Augustus Wunsch an seinem Mausoleum aufgestellt werden sollte. Von der Originalabschrift der Res gestae divi Augusti, die einst auf Bronzetafeln auf dem Marsfeld in Rom aufgestellt waren, ist leider nichts mehr erhalten geblieben. Jedoch entdeckten Forscher im Jahr 1555 auf einem antiken Bauwerk, dem Monumentum Ancyranum, im heutigen Ankara eine lateinische und griechische Inschrift, die sich bald als - allerdings lückenhafte, da beschädigte - Kopie des verschollen geglaubten Berichtes herausstellte. Bei weiteren Grabungen im 19. und 20. Jahrhundert wurden neue, umfangreicherer Bruchstücke gefunden, die die Abschriften des Monumentum Ancyranum, der ,,Königin der antiken Inschriften"1 ergänzten. So konnte der Text der Res gestae divi Augusti weitgehend authentisch rekonstruiert werden.
Augustus dokumentiert darin neben seinen außen- und innenpolitischen Leistungen auch Maßnahmen der Fürsorge für das römische Volk2, zu denen vor allem die Ausrichtung von Spielen gehörte.

Diese Spiele sind Thema der vorliegenden Arbeit.

Ausgehend von Augustus′ Tatenbericht und unter Heranziehung antiker römischer Historiker wie Cassius Dio und Sueton beschäftigt sich der Hauptteil der Arbeit mit einer chronologischen Übersicht über die wichtigsten Spiele, die unter der Herrschaft des Augustus, bzw. auf Veranlassung Octavians, veranstaltet worden sind. Aufgrund üppigeren Quellenmaterials wird auf die Säkularspiele und die Naumachie genauer eingegangen. Auch der hohe Seltensheitwert der beiden Ereignisse spielt hierbei eine Rolle.
Das zweite Kapitel untersucht die Funktion des Augustus als Zuschauer, wobei insbesondere der Frage nachgegangen wird, welche Rolle die (An-) Teilnahme des Kaisers an den öffentlichen Spielen hatte, bzw. wie Augustus selber - als Privatmensch - zu den Spielen stand.
Im dritten Teil wird dargestellt, wie der Kaiser Augustus einzelne Elemente des Spielewesens korrigierte und veränderte. Im Mittelpunkt stehen hierbei vor allem seine Eingriffe in das System der Platzaufteilung.
Der letzte Teil behandelt kurz die politische Funktion, die Augustus den Spielen zumaß, dieses höchst interessante Feld kann jedoch in Hinblick auf Rahmen und Umfang der vorliegenden Arbeit nur beispielhaft gestreift werden.

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