Gotterkind im Tempel

Book Details

Author  D. Budde
Publisher  Philipp von Zabern
Publication Date   December 31, 2012
ISBN  3805337590
Pages  475

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Description

In der Studie beschreitet die Quellenanalyse neue Wege, da sie sich nicht auf die philologische und ikonologische Auswertung des in den Tempeln von Edfu und Dendera ueberlieferten Materials beschrankt, sondern andere Objektgattungen einbezieht - z.B. Terrakotten, Sistren, Skarabaen, Sarge, Leichentuecher oder das Totenbuch - und auaerdem das historische, religiose und kulturelle Umfeld beruecksichtigt. Die auf diese Art erzielten Ergebnisse sind ebenso reichhaltig wie vielfaltig und verandern unser bisheriges Bild von der Theologie und Frommigkeit wahrend der letzten Hochphase des Alten Agypten. Der erste Teil des Buches stellt die Quellen in kommentierter Ubersetzung vor. Exkurse widmen sich hierbei einzelnen Bildmotiven - etwa dem Kind in der Barke, im Leib der Himmelsgottin und auf dem Lotos - oder behandeln Mythen, die sich um die Ferne Gottin und die Geburt des Gotterkindes im Dickicht von Chemmis ranken. Die Bedeutung des Pronaos im Kultgeschehen wird ebenso diskutiert wie die Symbolik von Tempeltoren, das Orakelwesen, die Rolle des Schicksals, die Ophiolatrie, die Jenseitsvorstellungen, die Kryptographie u.a.m. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Funktionen der ptolemaischen Koniginnen gerichtet, wobei insbesondere die Rolle Kleopatras VII. bei der Herrscherlegitimation in einem neuen Licht erscheint. Hieran anknuepfend wird die Religionspolitik des romischen Kaisers Augustus in Agypten und die Ausbreitung der Isisreligion unter einem erweiterten Blickwinkel interpretiert und eine mogliche Erklarung fuer die Errichtung des Isistempels von Dendera geliefert. Im zweiten Teil erfolgt die detaillierte Analyse der drei Kultobjekte, die als Sinnbilder zu verstehen sind. Dabei werden deren tiefgruendige Symbolik und Bedeutung in der Tempeltheologie einerseits und in der privaten Religiositat andererseits aufgezeigt. Es hat sich herausgestellt, daa die drei Objekte mit der Vorstellung von der Genese des zukuenftigen Weltherrschers in Zusammenhang stehen und letztendlich ein sinnfalliger Ausdruck des uragyptischen Wunsches nach periodisch wiederkehrender Erneuerung und nach Sicherung der Kontinuitat sind.

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